Zeitzeugin der DDR-Diktatur und Buchautorin


Es ist unwichtig, was uns unsere Eltern mitgegeben haben,
sondern was wir heute damit anfangen
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Für Veranstalter:

Manuela Keilholz ist 1960 geboren. Sie wurde mit knapp 2 Jahren bis zu ihrem Schuleintritt in ein Kinderwochenheim gesteckt. Hier lernte sie die Normen der sozialistischen Persönlichkeit kennen. Zuhause herrschten Befehlston und Kälte. Sie verlernte es schließlich, Fragen zu stellen.

Sie wollte Erzieherin werden. Ihre Mutter drängte sie in die gleiche Berufsrichtung, die auch sie selbst einst beschritt. 2011 begann sie  eine Psychotherapie und mit ihr die Reflektion ihres Lebens. Im Kampf gegen das Vergessen und die Verklärung der SED-Diktatur lernte sie Gerd Keil über seine Autobiografie kennen.

Sie war fassungslos und konnte es nicht glauben. So besuchte sie diese Haftanstalt und war erschüttert. Tiefe Scham über die eigene Blindheit, verordnete sie sich eine Rosskur. Sie wollte immer mehr  wissen, was alles im Namen der Partei in dieser Diktatur geschehen ist. Hinzu kam, dass ihr Vater, von ihr unbemerkt, 16 Jahre für die Stasi spitzelte.

Sie suchte den Kontakt zu Gerd Keil, um Antworten zu bekommen.

So lernten sich beide im November 2014 kennen und es entstand eine Liebesbeziehung, die es zu Ostzeiten nie gegeben hätte.